Freitag, 9. März 2018

[Rezension] Die Erfindung der Violet Adams

 
Die Erfindung der Violet Adams
Lev Ac Rosen
Gebunden, 554 Seiten
Egmont Ink Verlag, Drittanbieter
Fantasy/ Academy/ Steampunk
London, 1883: Im Zeitalter des Fortschritts halten Erfindungen wie Luftschiffe und Roboter die Welt in Atem. Violet ist selbst ein Ingenieursgenie. Schon immer war es ihr Traum, am berühmten Illyria-Institut zu studieren. Aber das ist den Männern vorbehalten, da von jungen Damen in erster Linie erwartet wird, ihr hübsches Aussehen zur Schau zu stellen anstatt sich den Kopf über mathematische Formeln zu zerbrechen. Kurzerhand schlüpft Violet in die Rolle ihres Zwillingsbruders und wird an der Eliteschule angenommen. Ihr falsches Spiel bringt bald schon seine Tücken mit sich, vor allem, als sie den charmanten Grafen Ernest kennenlernt. Dazu gesellen sich noch größere Gefahren für Violet: In Illyrias geheimen Laboren treiben vom Ehrgeiz zerfressende Wissenschaftler ihr Unwesen. Die Gier nach Macht lässt sie vor nichts zurückschrecken
Es gibt Bücher, bei denen ist man sich fast sicher, das sie ein Highlight werden, sobald man sie in den Händen hält. Die Erfindung der Violet Adams war so ein Buch welches ewig auf der Wunschliste stand. Wirklich ewig, aber als ich es per Zufall durchs Wichteln geschenkt bekomme habe, da wusste ich sofort, das es ein Highlight werden würde. Ich bin also mit immens hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen und was soll ich sagen?! Ich wurde nicht enttäuscht.
Es beinhaltet alle Elemente, welche ich liebe: Steampunk, spielt an einer Akademie, Rollentausch, Kreativität und eine zuckersüße Liebesgeschichte, welche allerdings überhaupt gar nicht kitschig ist.
Auch der Schreibstil war sehr flüssig und locker, so das ich sehr schnell im Geschehen drin war. Schon zu beginn war es sehr rasant, da wir Violet kennen lernen, eine draufgängerische, rebellische und sehr raffinierte Persönlichkeit, welche sich wirklich einen Dreck um Etikette und damenhaftes Benehmen schert. Sie hat nur ein Ziel: Sie möchte an der Illyria angenommen und werden um dort zu studieren und ihre Genialität unter Beweis stellen. Dumm nur das dort nur Männer angenommen werden. Kurzerhand gibt sie sich als ihren Zwillingsbruder Ashton aus und bewirbt sich. Alles lief nach Plan, bis sie den Duke kennenlernt.
Ich habe Violet wirklich geliebt, ihre ganze herrliche Art, welche sie immer wieder in schwierige Situationen brachte und ihren Humor. Ich habe ihren Mut wirklich bewundert, sich als Mann auszugeben um ihre Genialität unter Beweis zu stellen und genial ist sie wirklich, es hat so Spaß gemacht sie zu begleiten, beim Entwickeln ihrer Erfindungen.
Und der Duke, ja der Duke war wieder mal nach meinem Geschmack, so auf den ersten Blick so ein richtiger Snob, der sich mit Frauen nur über Blumen unterhalten möchte, da Frauen ja von der Wissenschaft so gar keine Ahnung haben, aber auch eine andere Seite an sich hat, welche tiefsinnig und liebenswert ist. Ihn mochte ich total und habe mich jedes mal gefreut, wenn seine Sicht dran war.
Der Roman ist in der Allwissenden Erzählperspektive erzählt und das ermöglicht dem Leser das Geschehen von allen Seiten zu überblicken.
Das Highlight waren natürlich die Steampunk Elemente. Ich liebe die Technik aus dem viktorianischen London. Sie ist so kreativ und mit Fantasy Elementen entsteht ein wahres Lesehighlight. Der Autor hat aber auch sehr schön deutlich gemacht, dass die Wissenschaft von damals durchaus ihre Schattenseite hatte.
Dadurch das Violet als Mann verkleidet war, gab es natürlich einige Verwechslungen und ein Liebeschaos der feinsten Sorte entstand, aber das hat der ganzen Handlung nur noch mehr Feuer gegeben und mich als Leser noch mehr ans Buch gebunden.
Für mich war "Die Erfindung der Violet Adams" ein absolutes Highlight und bis jetzt auch mein Jahreshighlight! Ich hatte so viel Spaß beim Lesen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Violet war eine so sympathische Protagonistin, ich konnte mich direkt in sie hineinversetzen. Auch die Steampunk Elemente kommen nicht zu kurz. Hier kommt jeder auf seine Kosten!

1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Das Buch habe ich letztens erst noch aus dem Regal rausgekramt, wo es schon seit Jahren darauf wartet, gelesen zu werden... Das habe ich jetzt aber fest für 2018 vor.

    Das Buch hatte ich mir vor Jahren auch wegen der Steampunk-Elemente geholt! Sehr schöne Rezension, die bestärkt mich darin, dass ich es wirklich mal lesen sollte. :-)

    LG,
    Mikka
    Mikka liest das Leben

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