Dienstag, 5. November 2019

[Rezension] Das Wilde Herz der See



Das Wilde Herz der See
Elian und Lira
Alexandra Christo 
Gebunden, 384 Seiten 
dtv Verlag, 18,95 €
Jugendbuch/Fantasy/ Meerwesen

Lira ist die Tochter der Meereskönigin. Jahr für Jahr ist sie dazu verdammt, einem Prinzen das Herz zu rauben. Doch dann begeht sie einen Fehler und ihre Mutter verwandelt sie zur Strafe in die Kreatur, die sie am meisten verabscheut – einen Menschen. Und sie stellt Lira ein Ultimatum: Bring mir das Herz von Prinz Elian oder bleib für immer ein Mensch. Elian ist der Thronerbe eines mächtigen Königreichs. Doch das Meer ist der einzige Ort, an dem er sich wirklich zu Hause fühlt. Er macht Jagd auf Sirenen, vor allem auf die eine, die so vielen Prinzen bereits das Leben genommen hat. Als er eines Tages eine junge Frau aus dem Ozean fischt, ahnt er zunächst nicht, wen er da an Bord geholt hat. Bald wird aus Misstrauen jedoch Leidenschaft und das Unerwartete geschieht – die beiden verlieben sich ineinander.
Was kann ich zu dieser Story sagen?
Ich denke der Satz "Eine Mischung aus Arielle die Meerjungfrau und Fluch der Karibik" trifft es wohl am meisten. Und diese Mischung ist einfach super gelungen.
Der Leser taucht hier in eine sehr düstere Meeres Welt ab, und auch Lira ist keineswegs eine singende Sirene die Muscheln sammelt sondern eine Sirene die ihren Opfern buchstäblich die Herzen rausreißt und eine sehr harte und taffe noch hinzu. Auch die Meereswelt ist einfach so ganz anders als man es sich vorstellt. Mir hat diese Welt total gefallen und das es mal nicht die rosa rote Merrjungfrauenwelt dargestellt wird.
Lira als Protagonistin fand ich auch sehr sympatisch auch wenn sie kaltherzig und taff ist, aber beim näheren merkt der Leser, dass eben doch mehr in ihr als es auf den ersten Blick scheint.
Elain war für mich wieder ein typischer männlicher Protagonist. Er war sympatisch, aber er hatte jetzt nicht das typische etwas, was ich bei männlichen Protagonisten brauch um sie gut zu finden. Mich hat ihre Liebesgeschichte leider nicht wirklich in den Bann gezogen, ich hätte mir eine tiefere gewünscht. Und nicht ein Kuss und alles ist geklärt.
Leider blieben auch die anderen Mitglieder der Crew sehr blass, man hat von keinem so wirklich erfahren woher er kommt und was er macht. Nicht das ich ein ganzen Kapitel gebraucht hätte aber so ein paar Infos wären einfach schon echt toll gewesen
Aber ich fand die Reise auf der Saad wirklich cool gestaltet, es kommt wirklich das Gefühl von Fluch der Karibik auf.
Der Schreibstil ist locker und sehr flüssig. Hinzu kommt die Erzählweise aus zwei Sichten. Mir war die Sicht von Lira natürlich am liebsten da ich auch die Meereswelt sehr interessant fand. Und mir auch gewünscht hätte noch mehr darüber zu erfahren.
Mir kommt es so vor als wäre die Autorin noch nicht fertig gewesen, als hätte sie vorzeitig mit schreiben aufgehört. Diese Geschichte hatte so viel potenzial, welches leider nicht wirklich genutzt wurde. 
Alles in allem, Elian und Lira das Wilde Herz der See, gut gefallen auch wenn es Schwächen hatte. Diese düstere Version von Arielle die Merrjungfrau hat wirklich Potenzial. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und wäre auch gar nicht abgeneigt noch mal in diese Welt abzutauchen.

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